Ca. 500 Jahre v. Chr. suchten kranke Menschen bei den Priestern Hilfe, und wurden von diesen (laut Überlieferungen) in den so genannten Tempelschlaf versetzt, der mehrere Tage dauerte und half, Krankheiten zu heilen. Hypnose wurde auch bereits von den Sumerern und alten Ägyptern zu Heilzwecken eingesetzt. In unseren Kulturkreisen berichtete bereits Augustinus (354 - 430 n. Chr.) von Schmerzbehandlungen mit Hypnose.

Paracelsus ( 1494 - 1841) empfahl Hypnose vor allem bei Nervenkrankheiten. Die "mesmerischen Streichungen" wurden, wie der Name schon sagt, von Franz Anton Mesmer (1734 - 1815) überliefert, da er der Meinung war, dass eine ungünstige Verteilung des Magnetismus im menschlichen Körper Krankheiten verursachen kann. Er glaubte, durch Streichen über den Körper das gesunde Gleichgewicht im Magnetismus wieder herstellen zu können. Tatsächlich hatte er damit sehr viel Erfolg.

James Braid (1795 - 1860) war als Augenchirurg tätig und führte zahlreiche Eingriffe unter Hypnose durch. Da er der Überzeugung war, dass es sich bei Hypnose um künstlichen Schlaf handelt, benannte Braid diesen Trancezustand nach dem griechischen Gott „Hypnos". Kurz vor seinem Tod erkannte Braid seinen Irrtum und erklärte den Begriff "Hypnose" als falsch. Er wollte den Begriff Hypnose durch "Monodeismus" (Konzentration auf eine Idee) ersetzen, doch der Begriff Hypnose hatte sich bereits durchgesetzt.

Ambroise A. Liébeault (1823 - 1904) interessierte sich als französischer Arzt sehr für Hypnose und begann auch organische Störungen damit zu behandeln. Später schloss er sich Professor Bernheim vom medizinischen Institut von Nancy zusammen. Sie glaubten damals, dass Hypnose ein rein psychologisches Phänomen sei.

Der berühmte Wiener Arzt und Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud (1856 -1939) studierte Hypnose bei Charcot und war auch an der Schule von Nancy. Er hatte als Erster das menschliche Unterbewusstsein erforscht, und arbeitete mit Hypnose, hat diese dann aber zugunsten der Psychoanalyse fallen lassen.

Milton Erickson (1901 - 1980) Psychiater und Psychotherapeut hat sehr viel zum Wiederaufleben und zur heutigen Akzeptanz der Hypnose als Therapieform beigetragen. Er entwickelte neue Ansätze im Glauben, dass jeder Mensch unerschöpfliche Ressourcen zur Selbstheilung in sich hat. Er entwickelte spezielle Sprachmuster, und schaffte es, mit außerordentlich premissiven und indirekten Suggestionen, gewünschte Veränderungen und Heilungen fast wie ein Wunder zu erwirken.